Feierabend - Sie kommen nach Hause, nach dem Finger-Scan öffnet sich die Haustür automatisch, das Licht geht an, eine freundliche Stimme begrüßt Sie mit ihrem Namen - und der Braten duftet schon im Backrohr. Während Sie noch schnell ein Bad einlassen - natürlich mit der richtigen Temperatur - lesen Sie ihre E-Mails, bevor der Hinweis kommt, dass in ein paar Minuten ihre Lieblingssendung im Fernsehen beginnt. Und all das ganz ohne Butler. Zukunftsmusik? Keineswegs - dieses Konzept modernen Wohnens funktioniert bereits und nicht nur in Musterhäusern.
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Früher waren es die "Heinzelmännchen", die über Nacht die Hausarbeit erledigten - heutzutage ist es die moderne Technik, die im vernetzten Heim das Leben in vieler Hinsicht erleichtert. Statt selbst Maschinen zu bedienen, Schalter und Regler zu betätigen oder Tasten zu drücken, kann sich der moderne Mensch diese Arbeit von vernetzter Elektronik abnehmen lassen. Skurrile Zukunftsvisionen des "Intelligenten Heims" - der sprechende und einkaufende Kühlschrank, die vom Ausland bedienbare Waschmaschine und ähnliches - sollten aber vom Elektrotechniker als kompetenten Berater nicht angesprochen werden. Ebensowenig sollten Sie ihren Kunden technische Komponenten anbieten - gefragt sind nutzerorientierte, einfach bedienbare Problemlösungen und kein Fachchinesisch. Eine Umfrage in europäischen und Übersee-Ländern hat ergeben, dass sich 51 Prozent (in Deutschland) bzw. 56 Prozent (international) der Kunden erwarten, mit einem vernetzten Heim Geld zu sparen. Eine Erleichterung im Alltag erhoffen sich 34 Prozent (Deutschland) bzw. 46 Prozent (weltweit) der Befragten. 40 Prozent hatten jedoch Bedenken wegen Sicherheitsproblemen, 33 Prozent fürchten eine zu kurze Lebensdauer der Geräte. Hier sind Industrie und der beratende Elektrotechniker gefragt, diese Ängste zu zerstreuen. Bei der Kundenberatung sollten daher Nutzen und Anwendungsvorteile der Bereiche Komfort, Sicherheit und Sparsamkeit in den Vordergrund gestellt werden.
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