Die heute veröffentlichte Wirtschaftsprognose der EU-Kommission erwartet sich für 2008 ein Wachstum von 2 Prozent.
„Die europäische Wirtschaft ist auf gesunden Fundamentaldaten gebaut und wird somit dem internationalen Gegenwind standhalten“, betonte anlässlich der heute Montag veröffentlichten Frühjahrs-Wirtschaftsprognose der EU-Kommission Harald Kaszanits, Leiter der Abteilung für Wirtschaftspolitik der WKÖ. Das gleiche gelte auch für Österreichs Wirtschaft, so Kaszanits: Die Industrie und vor allem die kleineren und mittleren Unternehmen hätten die entsprechende Robustheit, um auch dieses Tal ohne längerfristige Auswirkungen durchzustehen: „Wenn der Gegenwind stärker wird, müssen wir die Schritte nach vorwärts beschleunigen.“
Laut der Frühjahrsprognose wird sich das Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union voraussichtlich von 2,8 Prozent im Vorjahr auf 2 Prozent in diesem Jahr und auf 1,8 Prozent 2009 abschwächen. Aufgrund des steilen Preisanstiegs bei Energie und Lebensmitteln rechnet die EU-Kommission in diesem Jahr mit einen Anstieg der Inflationsrate auf zeitweise bis zu 3,6 Prozent. 2009 erwartet Brüssel aber wieder ein Absinken auf 2,4 Prozent.
„Wir schauen alle wie gebannt auf die Inflation. Nicht zu unrecht. Aber wir vergessen völlig, dass wir mit den gesunkenen Wachstumsprognosen dem immer noch großen Arbeitslosenproblem in Europa nicht Herr werden können“, betonte Kaszanits. Die offenbar funktionierende Strategie für Wachstum und Beschäftigung Brüssels - laut Prognose werden in den Jahren 2008/ 2009 drei Millionen neue Arbeitsplätze entstehen – brauche Unterstützung, um das Schiff Europa gut durch die unruhigeren Gewässer zu bringen. (FA)
Rückfragehinweis:
EU-Büro der Wirtschaftskammer Österreich
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